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Bei Horst Esser ist es unerläßlich, die Landschaften und die Porträts
als im Geiste miteinander verbunden zu erkennen. Indem er die Einsamkeit und der „Geworfenheit“ des Menschen in den Augen und den Gesichtszügen dieser Antlitze ... eine Ausdrucksmöglichkeit gegeben hat, macht er gleichzeitig die Suche nach der Überwindung spürbar, wie sie in der Lehre des Buddha oder in den Texten der Mystiker des Westens enthalten ist: das innere Leerwerden. Es ist das in Sehnsucht durchschrittene Tor zur Weite des universellen Geistes. In einem beeindruckenden Foto von New York sind die Zwillingstürme noch vorhanden, jedoch in einer jenseits menschlicher Gefühle angesiedelten Dimension, weiß leuchtende Phantome inmitten der Häuserschluchten und unter einem dunkel dräuenden Himmel. Sie sind da und nicht mehr da.

Ingrid Zimmermann, Süddeutsche Zeitung


Essers „Photo-Graphien“ thematisieren auch Vergänglichkeit. Umkehr von Hell und Dunkel schwarz-weiße Farbgebung, dazu die Unschärfe des TV-Monitors: All das sorgt dafür, daß die alte Dame aus einem Video wie ein Erinnerungs-Schema wirkt, wie ein stoff-dünnes Gespenst ihrer selbst. Ähnlich behandelt Esser die New Yorker Twin Towers, die er noch selbst filmte: Im Manhattan-Panorama saufen die Kontraste der normalen Hochhäuser im Dunkel des Bildzeilenwechsels ab, einzig da WTC ragt wie ein überstrahlendes Engelwesen über den Graubalken hinaus... Horst Esser verwirrt seinerseits mit Androiden-Fotos von Schaufensterpuppen und mit dem Meisterfoto „Angriff“: Ein schwarzweißes Filmstill eines extremen Blicks, das Augen und Mantel aus der Farbumkehr ausspart und die abgebildete Figur zu Zen-Mönch und Terminator zugleich macht.
Andreas Bretting, Münchner Merkur

Ist es vielleicht so, daß zu jedem sichtbaren „Bild“, das vor unserem Auge erscheint, irgendwo in den Dunkelkammern unseres „Ich“ das unsichtbare „Gegenbild“ aufscheint, so wie gegen das Laute das Leise sich Gehör verschafft, zum Schweren das Leichte sich gesellt, alles Glatte seinen Widerpart im Spröden findet, eine Balance herstellt, ohne die die Welt aus den Fugen geriete? Ist es das, was Horst Esser an Susan Sontag, der jüngst gekürten Friedenspreisträgerin des deutschen Buchhandels schätzt, die vehement, mit Sprach- und Bilderkraft ihre Vorstellung gegen das setzt, was heute Wirklichkeit in der Welt, besonders in den USA und von diesen ausgehend, ist?
Wolf Schindler, Kunstforum-Weilheim